Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
Bei Fragen zum Förderprogramm betrieblich unterstützte Kinderbetreuung steht Ihnen die Servicestelle unter:
0800-0000 945
von Montag bis Freitag,
9 - 17 Uhr, kostenlos zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine E-Mail.


Aktuelle Termine finden Sie in unserem Terminkalender im Programm-Bereich. weiter
Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
An der Gestaltung der Betreuungseinrichtung ihrer Kinder haben die Eltern von Anfang an mitgewirkt. So entstand im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e.V. (CJD) im niedersächsischen Nienburg eine betriebliche Kindertagesstätte, die ganz auf die Bedürfnisse von Groß und Klein zugeschnitten ist: mit kurzen Wegen, fröhlicher, kindgerechter Ausstattung, sehr flexiblen Öffnungszeiten und ganz besonderem Betreuungskonzept. Zehn Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren von Beschäftigten des CJD werden seit Oktober vorigen Jahres in der neuen Krippengruppe betreut. Das Bundesfamilienministerium fördert die Gruppe im Rahmen des Programms Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung.
Nur rund 150 Meter liegt das Einfamilienhaus, in dem die zehn Krippenkinder sowie eine weitere Gruppe mit zehn Drei- bis Sechsjährigen untergebracht sind, vom Hauptgebäude des CJD entfernt. Das Haus hat der CJD gemietet, von Grund auf saniert und kindgerecht umgebaut. Sogar eine eigene Kinderküche ist entstanden – gebaut von der Tischlerwerkstatt des Vereins, denn als Bildungseinrichtung bietet der CJD auch überbetriebliche Ausbildungen an. Dass ein Einfamilienhaus gefunden wurde, hat laut Sabine Joswig, Leiterin der betrieblichen Kindereinrichtung, einen großen Vorteil: „Gerade für die Kleinen sind kurze Wege wichtig. Bei einem Einfamilienhaus stimmen die Proportionen, es erinnert die Kinder an ihr Zuhause.“
Schon seit Jahren bestehe beim CJD, der am Standort Nienburg über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, ein großer Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige, sagt Sven Kühtz, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Verein. „Das Thema kam immer wieder auf die Tagesordnung, aber es war ein Problem, eine Betreuungsmöglichkeit zu finden, die den Eltern sowohl kurze Wege als auch flexible Zeiten bietet.“ In der betrieblichen Einrichtung konnte nun beides realisiert werden. Geöffnet ist die Einrichtung von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, Schließzeiten gibt es nicht. „Nach Absprache ist es auch möglich, sein Kind früher zu bringen oder später abzuholen“, so Kühtz.
Möglich wurde die Eröffnung der Krippengruppe aber erst durch das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung des Bundesfamilienministeriums: „Dies war unser Hauptentscheidungsmerkmal. Ohne die Fördermittel wäre es nicht gegangen“, sagt Kühtz. Zwei Jahre lang erhält die Gruppe nun Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds: 6.000 Euro je Platz und Jahr. Die verbleibenden Kosten trägt zu 70 Prozent der CJD, den Rest steuern die Eltern bei.
Ziel des Betreuungskonzepts ist es, so früh wie möglich die Sprache zu fördern und das Interesse der Kinder an Naturwissenschaft und Technik, Musik, Kunst und Bewegung zu wecken. Auch der Umgang mit fremden Kulturen bildet einen Schwerpunkt. „Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hochflexible und betriebsnahe Kinderbetreuung mit einem pädagogisch und qualitativ anspruchsvollen Konzept bieten“, sagt Sabine Pflaum, Einrichtungsleiterin des CJD Nienburg. „Glückliche und zufriedene Kinder und Eltern beweisen uns, dass wir uns gesellschaftspolitisch, aber auch firmenpolitisch auf dem richtigen Weg befinden.“
Tatjana Weimer, Mutter von zwei Kindern, kann dies bestätigen: „Wenn es die betriebliche Kinderbetreuung nicht gäbe, müsste ich kündigen.“ An der Einrichtung schätzt sie vor allem die bilinguale Erziehung ihrer Kinder. Dabei bringt die Sprachdozentin ihre beruflichen Erfahrungen im Kindergartenalltag ein, profitiert aber auch von den Erkenntnissen im Kindergarten. „Dieses gegenseitige Geben und Nehmen ist charakteristisch“, sagt Kühtz. „Alle Beteiligten haben großen Nutzen von der Förderkette des CJD Nienburg und deren Angeboten.“